Ehem. Hauptpost. Fassadendarstellung des Investors. LVZ vom 23.07.2014. Der hohe Dachaufbau fällt sofort ins Auge. Dagegen sind die vielfältigen Veränderungen an der Fassade nicht sofort zu erkennen.

Prof. Rolf-Dieter Arens bei der Einweihung der Richard-Wagner-Ausstellung am 21. Mai 2013 in der Alten Nikolaischule. Bild unten.

Hieronymus Lotter (1497 - 1580)
Broschüre der bisherigen Lotterpreisträger
Foto: Eva Steckel
Preis 2012
Preis 2012
Preis 2012
Foto: Olaf Martens
Die LVZ vom 17.10.2011
Foto: Mahmoud Dabdoub, leipzig

Offener Brief an den OBM gegen Umgestaltung der Hauptpost

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jung,

wie aus den Medien zu erfahren ist, soll das Gebäude der ehemaligen Hauptpost am Augustusplatz saniert und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Wir begrüßen dies ausdrücklich, da der Verfall dieses wertvollen Architekturdenkmals bereits erschreckende Ausmaße angenommen hat. Allerdings sehen wir mit Sorge, dass die denkmalgeschützte Fassade einschneidende Veränderungen erfahren soll. Wir möchten Sie ganz herzlich bitten, sich für die denkmalgerechte Sanierung dieser Inkunabel der Nachkriegsmoderne einzusetzen. Der moderne, siebengeschossige Stahlskelettbau mit  einer in der DDR erstmals eingesetzten Aluminiumvorhangfassade wurde in den Jahren 1961-1964 durch ein Architektenkollektiv unter der Leitung von Kurt Nowotny geschaffen und prägt seither die Ostseite des Augustusplatzes. Das Gebäude ist von hohem architekturgeschichtlichem Rang. Es zeichnet sich aus durch hervorragende Proportionen, tektonische Leichtigkeit des Fassadenaufbaues sowie durch funktionale und transparente Innenraumstrukturen, besonders im Erdgeschossbereich. Wir sind der Meinung, dass diese gestalterischen Werte, in denen sich so rein wie bei keinem anderen Leipziger Bauwerk der Esprit der Architektur der 1960er Jahre manifestiert, höchsten Respekt verdienen. Vieles, zu vieles an wertvollen Leipziger Baudenkmalen der Nachkriegszeit ist bereits abgebrochen oder gravierend verändert worden. Das Gebäude der ehemaligen Hauptpost ist sowohl für die Leipziger als auch die gesamtdeutsche Architekturgeschichte ein unverzichtbares Zeugnis, das sich auch im Kontext der internationalen Architekturentwicklung der 1960er Jahre souverän behauptet. Daher ist es als Architekturdenkmal denkmalpflegerisch ebenso ernst zu nehmen wie die baulichen Zeugnisse älterer Geschichtsepochen. Die geplanten völlig unnötigen Änderungen der Fassadengestaltung sowie das die Ästhetik des Gebäudes zerstörende Dachgeschoss lehnen wir nachdrücklich ab, zumal dies nicht durch die geplante Umnutzung des Gebäudes erforderlich ist. Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jung, helfen Sie bitte mit, dass dieser herausragende Bau in seiner Authentizität und gestalterischen Einmaligkeit erhalten bleibt.

Mit freundlichen Grüßen                                                                 21.07.2014

Erstunterzeichner:

Dr. Wolfgang Hocquél, Geschäftsführer der Kulturstiftung Leipzig; Prof. Dr. Thomas Topfstedt, Kunsthistoriker, Leipzig; Prof. Rolf-Dieter Arens, Präsident der Kulturstiftung Leipzig, Konzertpianis; Prof. Dr. Jörg Junhold, Direktor Zoo Leipzig GmbH, Vorstand der Kulturstiftung Leipzig; Dr. Arnold Bartetzky, Kunsthistoriker und Architekturkritiker, Leipzig; Burkhard Damrau, Kabarettist, Leipzig;Meigl Hoffmann, Kabarettist, Leipzig; Dr. Eva Maria Hoyer, Direktorin GRASSI Museum für Angewandte Kunst; Ronald R. Wanderer, Dipl. - Ing. Architekt BDA, Leipzig; Michael Berninger, Vorstand DGGL in Sachsen;Dr. Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums der Universität Leipzig; Walter Christian Steinbach, Regierungspräsident a.D., Rötha; Dr. Manfred Anders, Geschäftsführer Zentrum für Bucherhaltung GmbH Leipzig; Andreas Heilmann, Vorstand der Kulturstiftung Leipzig; Dr. Hans-Jürgen Lachmann, Kulturphilosoph, Universität Leipzig; Winfried Sziegoleit, Architekt, Stiftungsrat der Kulturstiftung Leipzig, Wolfgang Kunz, Architekt und Stadtplaner, Leipzig; Dieter Bellmann, Schauspieler, Leipzig; Wolfram Günther, Stadtforum Leipzig, Sprecher; Dr. Thomas Nabert, Pro Leipzig e. V., Geschäftsführer;Heinz-Jürgen Böhme, Grafiker, Gestalter, Autor, Leipzig; Bernd-Lutz Lange, Kabarettist, Leipzig; Brigitte Kempe-Stecher, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Ortskuratorium Leipzig, Vorsitzende; Friedrich Magirius, Stiftungsrat der Kulturstiftung Leipzig; Prof. Helmut Richter, Schriftsteller, Leipzig; Britta Taddiken, Pfarrerin an der Thomaskirche; Dr. Volker Rodekamp, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, Stiftungsrat der Kulturstiftung Leipzig; Andrea Staude, Oberbürgermeisterin Stadt Torgau, Stiftungsrat der Kulturstiftung.

Verdienstorden an Prof. Rolf-Dieter Arens verliehen

Als Zeichen der Würdigung seiner hervorragenden Verdienste um den Freistaat Thüringen verlieh die Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, Frau Christine Lieberknecht, Herrn Professor Rolf-Dieter Arens, am Freitag, dem 20. Juni 2014, 15 Uhr 30, im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei den Thüringer Verdienstorden.

1945 in Zinnwald geboren, erhielt Rolf-Dieter Arens mit fünf Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Von 1963 bis 1968 studierte er an der Hochschule für Musik Leipzig Klavier bei Prof. H. Volger und Kammermusik bei Prof. L. Schuster. Außerdem nahm er an Meisterkursen bei Paul Badura-Skoda in Wien teil. Nach intensiver Lehrtätigkeit an den Musikhochschulen in Leipzig und Weimar in den Jahren 1970 bis 1986 wurde er 1986 als ordentlicher Professor für Klavier an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar berufen. Parallel dazu unternahm er bis 1991 als Solist des Berliner Sinfonieorchesters ausgedehnte Tourneen durch ganz Europa und spielte darüber hinaus als Solist und Kammermusiker in Europa, Asien und Südamerika. Er konzertierte u. a. mit den Dirigenten Kurt Masur, Herbert Blomstedt, Sir Neville Marriner und Marek Janowski. Neben der Ausrichtung von Meisterkursen in Japan und Südkorea wirkt Arens regelmäßig als Juror bei internationalen Wettbewerben in Bolzano, Budapest, Dublin, Santander, Utrecht, Weimar und Wien. Sein Schaffen ist in einer Fülle von Rundfunk- und TV-Aufnahmen sowie CD-Einspielungen dokumentiert. Von 1993 bis 1999 sowie erneut seit 2007 ist Rolf-Dieter Arens zudem Künstlerischer Leiter der Sommermusikakademie Schloss Hundisburg. 1995 gründete er die Kammermusikvereinigung „Weimarer Solisten“.  Von 2000 bis 2011 war er Vorsitzender des Internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerbs Weimar – Bayreuth sowie Künstlerischer Leiter des Liszt-Festivals. Seit 2006 wirkt Arens als Kuratoriumsmitglied in der Neuen Liszt Stiftung Weimar. Von 2001 bis 2010 amtierte er als Rektor der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Für seine Verdienste um den Künstler und Musikvisionär Franz Liszt wurde ihm 2011 der „Premio Liszt“ in Grottamare (Italien) verliehen. Seit dem 11.11 2010 ist er Präsident der Kulturstiftung Leipzig. Die Einrichtung der Dauerausstellung „Der junge Richard-Wagner, 1813 bis 1834“ in der Alten Nikolaischule zu Leipzig,  in der Geburtsstadt des Komponisten, ist in besonderer Weise seinem Engagement zu verdanken.

 

Ausschreibung Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege 2014

Die Kulturstiftung Leipzig schreibt zum dreizehnten Mal den Hieronymus-Lotter-Preis für
Denkmalpflege aus. Ausgezeichnet können private Denkmaleigentümer werden, die ein
Kulturdenkmal in der Stadt Leipzig besonders vorbildlich instand gesetzt bzw. restauriert
haben. Die drei Preisträger erhalten ein künstlerisch gestaltetes Bronzemedaillon mit der
Darstellung des baukundigen Bürgermeisters Hieronymus Lotter, das an der Hausfassade
angebracht werden kann. Außerdem werden drei Anerkennungen vergeben. Die Preisträger
werden in den Medien bekannt gemacht.
Der Jury gehören an:
1. Herr Jochem Lunebach, Stadt Leipzig, Ltr. Stadplanungsamt
2. Herr Dr. Norbert Baron, Abt. Ltr. Denkmalschutz der Stadt Leipzig,
3. Herr Dr. Alberto Schwarz, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen,
4. Herr Matthias Forßbohm, Restaurator im Handwerk,
5. Herr Winfried Sziegoleit, Architekt, Stiftungsrat der Kulturstiftung Leipzig,
6. Herr Dr. Wolfgang Hocquél, Geschäftsführer Kulturstiftung Leipzig.
Der Wettbewerb richtet sich ausschließlich an private Denkmaleigentümer. Ausgezeichnet
werden Denkmalinstandsetzungen, die im Zeitraum 01.10.2012 bis 15.09.2014 fertig gestellt
wurden. Aussagefähige Unterlagen (formlose Bewerbung mit Name, Anschrift und Telefon-
Nummer des Eigentümers, e-Mail Anschrift, kurze Fotodokumentation des Objektes, Angabe
des Planungsbüros) sind bei der Kulturstiftung Leipzig, Nikolaikirchhof 2, 04109 Leipzig
(Tel./Fax 0341 / 211 85 18/20, E-Mail: kulturstiftungleipzig@t-online.de) bis zum 15.09.
2014
einzureichen.
Die Preisverleihung findet im Rahmen der Europäischen Messe für Denkmalpflege,
Restaurierung und Altbausanierung „denkmal 2014“, am 05. November 2014, 14 Uhr,
in der Richard-Wagner-Aula der Alten Nikolaischule statt.
Eine Broschüre „Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege, 1988-2012“, in der alle
bisherigen Preisträger sowie die Fotos der Gebäude verzeichnet sind, können wir Ihnen
kostenlos zusenden. Sie müssen der Kulturstiftung Leipzig lediglich einen mit 1,45 €
frankierten und mit Ihrer Adresse versehenen A 4 Briefumschlag zusenden.
Dr. W. Hocquél, Geschäftsführer

Ausstellung zur Denkmalpflege im Barockschloss Delitzsch Juni bis August 2014

Das Jahr 1975 war vom Europarat 1972 zum Jahr des Denkmalschutzes erklärt worden. In der Folgezeit kam es in 17 westlichen europäischen Staaten zu umfangreichen Aktivitäten im Bereich der Denkmalpflege. Auch die ehemalige DDR blieb davon nicht unberührt. So wurde 1975 das erste  Denkmalpflegegesetz der DDR verabschiedet. 1977 kam es in Berlin zur Gründung der Gesellschaft für Denkmalpflege im Kulturbund der DDR. Denkmalschutz und Denkmalpflege waren nun auch in der DDR zum ernsthaften Thema geworden. Doch das fachlich anerkannt gute Gesetz konnte in der Praxis kaum umgesetzt werden, da die wirtschaftlichen Verhältnisse dies nicht erlaubten. Über die Sanierung einzelner Prestigeobjekte kam man oft nicht hinaus. Trotzdem engagierten sich viele hauptberufliche und ehrenamtliche Denkmalpfleger in allen Teilen des Landes und traten dem allgegenwärtigen Verfall der historischen Bausubstanz so gut es eben ging entgegen. In diesen, teils mit großem Kraftaufwand betriebenen Aktivitäten konnte dennoch so manches Baudenkmal gesichert und damit für die Zukunft gerettet werden. Fachlich wurden diese Bemühungen von der Außenstelle Dresden des Instituts für Denkmalpflege hervorragend unterstützt. Dafür stehen Namen wie Hans Nadler, Heinrich Magirius und Gerhard Glaser. Erst mit der Wiedervereinigung im Jahre 1990 wurde eine systematische Denkmalpflege möglich. Die Bundesregierung, aber auch der Freistaat Sachsen stellten in den Förderprogrammen der Stadtsanierung und der Denkmalpflege Fördermittel in Milliardenhöhe zur Verfügung. Was die Denkmalpflege betrifft, so sind die oft zitierten Kohlschen „blühenden Landschaften“ in den neuen Bundesländern heute Wirklichkeit geworden. Die Ausstellung zeigt einen kleinen Ausschnitt der Ergebnisse im Landkreis Nordsachen, nördlich von Leipzig und im Landkreis Leipzig, im Süden der Messestadt.

 

 

 

 

Leipziger Passagenführer erschienen

Pünkltlich zur diesjährigen Leipziger Buchmesse erschien im Sax-Verlag Markkleeberg die vierte, erweiterte Auflage des kleinen Passagenführers. Wolfgang Hocquél: "Die Leipziger Passagen - Architektur von europäischem Rang" mit einem Geleitwort der Bürgermeisterin für Stadtentwicklung und Bau, Frau Dorothee Dubrau. Auf 97 Seiten werden die 26 Passagen und Höfe der Leipziger Innenstadt in Wort und Bild dargestellt. In einer 15 seitigen Einführung wird die Entstehungsgeschichte der Leipziger Passagen und Höfe im Kontext der europäischen Entwicklung beleuchtet. Ein Stadtplan in der vorderen Umschlagklappe erleichtert die Auffindung der Objekte. Das handliche Taschenbuchformat von 10,5 x 19,5 cm prädestiniert die Publikation als Architekturführer, der bequem in der Seitentasche mitgeführt werden kann. Text auf dem Rückumschlag: "Ein Rundgang der besonderen Art durch Leipzigs Innenstadt. Wie ein zweites privates Wegesystem durchziehen die Passagen und Duchgangshöfe den alten Stadtkern parallel zum vorhnadenen Netz der Straßen und Gasssen - verkörpern in ihren besten Beispielen Architektur von europäischem Rang". Preis: 9,90 €.

 

 

Kulturellen Kahlschlag verhindern!

Im Jahre 1994 konnte die Kulturstiftung Leipzig u.a. mit Mitteln der Partnerstadt Frankfurt am Main die Sanierung der 500 jährigen Alten Nikolaischule zum Kulturhaus im Herzen Leipzigs abschließen. Seit dieser Zeit ist das attraktive Antikenmuseum des Archäologischen Instituts der Universität im ersten Obergeschoss des ehrwürdigen Kulturdenkmals beheimatet und hat viele Tausend Besucher begeistert. Die Instandsetzung der Alten Nikolaischule mit der Schaffung des Antikenmuseums ist auch dem ehrenamtlichen Engagement vieler Freunde der Kulturstiftung Leipzig unter ihrem damaligen Präsidenten Prof. Kurt Masur zu danken. Wir sind empört, dass nun  dieser von Bürger unserer Stadt für die Universität geschaffene Ausstellungsort gedankenlos devastiert werden soll. Die Sammlung stellt einen Glanzpunkt in der Leipziger Museumslandschaft dar! Wir fordern vom Freistaat Sachsen und der Universität Leipzig, dass das Antikenmuseum in der Alten Nikolaischule erhalten wird. Prof. Rolf-Dieter Arens, Präsident und Dr. Wolfgang Hocquél Geschäftsführer der Kulturstiftung Leipzig. 10.02.2014. Bitte öffnen Sie auch den nachfolgenden Link zur Online-Petition des Deutschen Archäologieverbandes e.V.!

http://www.change.org/de/Petitionen/prof-dr-dr-sabine-von-schorlemer-erhalt-des-instituts-f%C3%BCr-klassische-arch%C3%A4ologie-und-des-antikenmuseums-der-universit%C3%A4t-leipzig

Musik + Architektur im Hotel de Pologne

Liebe Freunde der Kulturstiftung Leipzig, ab 2014 machen wir die bisher dreimal stattgefundenen Konzerte „Musik + Architektur“ zu einer ständigen Veranstaltungsform mit jährlich zwei Konzerten an wechselnden Orten. Bitte merken Sie sich schon heute den nächsten Termin vor! Ende März 2014 wird die Restaurierung des prachtvollen neobarocken großen Ballsaales im ehemaligen Hotel de Pologne in der Hainstraße 16/18 fertig gestellt sein. Die Kulturstiftung Leipzig nimmt dies zum Anlass hier eine weitere Folge der Reihe  Musik + Architektur zu präsentieren. Das Konzert findet am 12.04.2014, 19 Uhr 30, statt. Es musizieren Camerata Bachiensis, Preisträger des 7. Internationalen Telemann-Wettbewerbs in Magdeburg 2013. Es erklingen Werke von Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach. Die Erläuterungen zur Architektur übernimmt die Leipziger Kunsthistorikerin Frau. Dr. phil. Sabine Schneider. Nach dem Konzert besteht die Möglichkeit zur Besichtigung und zu Gesprächen. Eintrittskarten ab 20.02.2014 in der Musikalienhandlung Oelsner in der Schillerstraße und in der Kulturstiftung Leipzig. Eintrittspreise: 12,- €, Ermäßigte 9,- €. Wir danken der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur für die Unterstützung.

Heft 63 der Leipziger Blätter erschienen

Am 22.10.2013 präsentierte das Vorstandsmitglied der Kulturstiftung Leipzig, Prof. Dr. Bernd Dammert, in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig das Herbstheft 2013 der Leipziger Blätter. Grund für die Wahl dieses Ortes war die von Christine Rink kuratierte sehenswerte Ausstellung "Ohne Titel. abstrakt konkret konstruktiv", die derzeit dort gezeigt wird und der Jens Kassner im Heft einen längeren Beitrag widmet. Wie immer sind in den "Blättern" spannende Beitäge von exzellenten Autoren zu lesen. Zum Pro und Contra des Richard-Wagner-Denkmals von Stephan Balkenhol äußern sich Hans-Werner Schmidt und Stefan Voerkel. Bauhistoriker Ansgar Scholz schreibt aus gegebenem Anlaß über die Baugeschichte der Russischen Gedächtniskirche und Tanja Scheffler setzt sich mit der Neugestaltung des Richard-Wagner-Platzes an der "Blechbüchse" auseinander. Schließlich würdigt Miachel Ernst das 30jährige Jubiläum der Nato in seinem Beitrag: "naTo - ein Bündnis ohne Waffen". Dies und vieles mehr erwartet Sie im glänzend illustrierten neuen Heft, das wie immer der Passage -Verlag Leipzig im Auftrag der Kulturstiftung Leipzig produziert hat. Sie erhalten die Publikation wie immer bei Ihrem Leipziger Buchhändler!

Großer Andrang im Bowlingtreff, zweiter Termin für den 16.11.2013, 10 Uhr 30 bis 14 Uhr 30 geplant

Am 28.09.2013 hatte das Kulturdezernat der Stadt Leipzig gemeinsam mit der Kulturstiftung Leipzig den 1987 eingeweihten Bowingtreff für die Leipzigerinnnen und Leipziger geöffnet. Bereits eine Stunde vor Beginn der Führungen hatten sich erste Interessenten eingefunden. Rund 250 Leipzigerinnen und Leipziger nutzten die Gelegenheit an den Führungen durch das zur Zeit leer stehende, unter Denkmalschutz gestellte Bauwerk teilzunehmen. Vor allem wollte man sich ein Bild machen, inwieweit das Gebäude für eine neue Nutzung als Naturkundemuseum geeignet ist. Die Zustimmung zur möglichen Umnutzung lag im Ergebnis der Besichtigung und angeregten Diskussionen bei etwa 90 %. Letztlich wird der Stadtrat entscheiden. Wegen der großen Nachfrage ist für Samstag, den 16.11.2013, 10 Uhr 30 bis 14 Uhr 30 ein weiterer Besichtigungstermin geplant. 

Besichtigung Bowlingtreff möglich

Am Samstag, dem 28.09.2013, 11 Uhr bis 16 Uhr, Bowlingtreff am Wilhelm-Leuschner-Platz, Tag des offenen Denkmals „extra“. Der diesjährige Tag des offenen Denkmals stand unter dem Motto „Unbequeme Denkmale“. Wohl kaum ein Kulturdenkmal passt so gut in diese Schublade wie der 1987 eingeweihte ehemalige Bowlingtreff am Wilhelm-Leuschner-Platz, der zur Zeit leer steht und verfällt. Das Dezernat Kultur der Stadt Leipzig und die Kulturstiftung Leipzig laden Sie ein sich dieses interessant Bauwerk, dessen Eignung als künftiges Naturkundemuseum derzeit geprüft wird, anzuschauen. Am 28.09.2013 wird das Kulturdenkmal ab 11 Uhr für Sie geöffnet. Im Abstand von 30 Minuten finden Führungen statt.  Sie werden geleitet vom Kulturdezernenten der Stadt Leipzig, Herrn Michael Faber und dem Geschäftsführer der Kulturstiftung Leipzig, Herrn Dr. Wolfgang Hocquél. Der Architekt des Eingangsbauwerkes, Winfried Sziegoleit, wird ebenfalls anwesend sein.  Eintritt ist frei, aber festes Schuhwerk ist Bedingung.

"Der junge Richard Wagner 1813-1834" in der Alten Nikolaischule

Erstmals widmet sich eine Ausstellung ausschließlich der Persönlichkeit des jungen Richard Wagner, werden seine Jugend, sein Umfeld, seine musikalische Ausbildung, die prägenden Bildungseindrücke und sein Frühwerk in der Tiefe durchdrungen. Die Ausstellung ist eine notwendige Ergänzung des Wagnermuseums in Bayreuth, das den Fokus auf den reifen Komponisten legt. Die Ausstellung macht deutlich wie ein junger Mann mit ausgeprägtem Sendungsbewusstsein auch unter schwierigen sozialen Bedingungen seinen Weg sucht und findet. Das Projekt möchte gerade auch junge Menschen ansprechen, in dem es zeigt, dass Ausdauer und Beharrlichkeit wichtige Voraussetzungen für beruflichen Erfolg sind.Die Ausstellung verdeutlicht, dass der 21 jährige Wagner als er im Juli 1834  seinen Wohnsitz in Leipzig aufgab um eine Stellung als Kapellmeister am Magdeburger Stadttheaters anzutreten, ein weitgehend ausgebildeter Komponist und Dirigent war, der auf eine erstaunliche Zahl von Kompositionen verweisen konnte, die überwiegend auch schon in Leipzig zur Aufführung gelangten.  Er war bereits mit allen für seine Entwicklung wichtigen neuen  und klassischen Werken der Musik und Literatur vertraut. Obwohl sein Wirken in Leipzig im Mittelpunkt steht, werden auch andere Stationen seiner Jugend beleuchtet, so seine Kindheit in Dresden mit dem Besuch der Kreuzschule ab 1822 u.a.

Konzeption und Austellungsgestaltung lag in den Händen des Leipziger Malers und Grafikers Heinz- Jürgen Böhme.

Die Ausstellung im Untergeschoss ist täglich außer montags, freitags und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt 3,- €, Ermäßigungsberechtigte 1,50 €. Kinder bis zu sechs Jahren haben freien Eintritt. Einen Ausstellungskatalog in deutscher und englicher Sprache erhalten Sie zum Preis von 9,- €. Ein Poster mit dem kaum bekannten Bildnis des jungen Wagner aus dem Jahre1833 erhalten Sie für 10,- €. Der Besuch  der klassizistischen Aula im 2. OG ist nur nach rechtzeiger Anmeldung unter 0341/211 8518 möglich, da in diesem Raum auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Für die Führung ist zusätzlich ein Betrag von 40,- € zu entrichten.

Verzeichnis der Hieronymus-Lotter-Preisträger seit 1988 kostenfrei erhältlich

Am 21.11. 2012 hat die Kulturstiftung Leipzig den „Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig  zum 12. Mal vergeben.  Dies geschah wiederum im Rahmen der denkmal, der „Europäischen Messe für Denkmalpflege,  Restaurierung und Altbausanierung“.  Mit dem Preis werden ausschließlich private Bauherren  ausgezeichnet, die ein Kulturdenkmal in der Stadt  Leipzig besonders vorbildlich saniert haben. Dabei gelten höchste denkmalmethodische Maßstäbe. Mit Freude konnte die Jury in den letzen Jahren ein kaum noch steigerbares Qualitätsniveau feststellen.

Die Idee für den Denkmalpflegepreis wurde bereits im Jahre 1987 im Leipziger Bezirksvorstand  der Gesellschaft für Denkmalpflege im Kulturbund der DDR geboren. Erstmals wurde der Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege dann im Jahre 1988 durch den Kulturbund und den Rat des Bezirkes Leipzig vergeben. Damals umfasste das Wettbewerbsgebiet noch den gesamten Bezirk Leipzig. Nach der friedlichen Revolution übernahm die neu gegründete Kulturstiftung dann ab 1992 die Preisvergabe.

Die Broschüre mit allen Preisträgern seit 1988 schicken wir Ihnen gern kostenlos zu, sofern Sie uns einen mit 1,45 € frankierten und an Sie adressierten  A 4 Briefumschlag zusenden. Pro Briefumschlag können Sie drei Exemplare kostenfrei erhalten. Die Broschüre wurde mit freundlicher Unterstützung der GRK - Holding AG produziert.

Kompletter Satz Leipziger Blätter zu verkaufen

Herr Jürgen Stock aus 04289 Leipzig, Marchlewskiweg 15 möchte einen kompletten Satz Leipziger Blätter, bestehend aus Heft 1-61 zusätzlich aller Sondereditionen , verkaufen. Seine Telefonnummer ist 0341/8610007. Preis: 300,- €. Der komplette Satz enthält natürlich auch viele Hefte, die seit langem vergriffen sind. Die gesamte Edition ist mit über 6 000 Seiten die umfangreichste Leipziger Kulturgeschichte, die jemals erschienen ist. Über das Gesamtinhaltsverzeichnis auf unserer Website www.kulturstiftungleipzig.de können Sie alle schon behandelten Themen schnell finden. W.H. 21.01.2013

 

 

Kulturstiftung Leipzig vergab Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege 2012

Preisträger: (drei gleiche Preise)

Bauherr: Leipziger Stadtbau AG für die Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Messepalastes „Handelshof“ Grimmaische Straße 1-7 in 04109 Leipzig. Planungsbüro: Domaros&Partner Leipzig.

Bauherren: Andrea und Dr. Manfred Anders für die Sanierung des Mühlengutes in Lützschena, Schloßweg 8 in  04159 Leipzig. Planung: Ingeniuerbüro Ritter-Müller Leipzig.

Bauherr: Leipziger Baumwollspinnerei Verwaltungsgesellschaft mbH und HALLE 14 e.V. für die denkmalgerechte Umnutzung von Halle 14 in der ehemaligen Baumwollspinnerei Leipzig  in der Spinnereistraße 7 in 04179  Leipzig. Planung: quartier vier. design. Kim Wortelkamp und Hauke Herberg.

Anerkennungen:

Bauherr: Deutsche Gesellschaft für Grundbesitz AG Leipzig für die Sanierung der Art déco – Wohnhauszeile Gröpplerstraße 54 – 74 in 04179 Leipzig. Planung: Architekturbüro Marcus Linne.

Bauherren: Klaus D. und Malgorzata Skommodau für die Rettung und Sanierung der Unternehmervilla des Historismus Goldschmidtstraße 31 in 04103    Leipzig. Planung: Architekturbüro Voigt Leipzig.

Bauherr: Kulturverein re:tina e.V. für die denkmalgerechte Rekonstruktion einer Leuchtwerbeanlage im Stil des Art déco in der Arndtstraße 33 in 04275 Leipzig. Planung: Architekt Adalbert Haberbeck.

Die Kulturstiftung Leipzig vergab den Preis gemeinsam mit der Stadt Leipzig seit 1992 bereits zum 12 Mal. Die Preisverleihung fand am 21.11.2012 in der Richard-Wagner- Aula der Alten Nikoleuischule statt. Sie war Bestandteil der Europäischen Messe für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausaneirun in Leipzig. Die Preisverleihung wurde unterstützt von der Leipziger Messe GmbH, vom Gasthaus Alte Nikolaischule und der GRK-Holding AG, die ein Preisträgerverzeichnis 1988 bis 2012 herausgab, das bei der Kulturstiftung Leipzig kostenlos erhältlich ist.

 

Wagner und Verdi, zwei Europäer im 19. Jahrhundert

Doppelbiographie und Jahrhundertporträt: In den Lebenswegen der beiden Musikgenies spiegeln sich Hoffnungen und Brüche des 19. Jahrhunderts wie auf einer Opernbühne. Auf verschiedene Weise revolutionierten beide das Genre der Oper und führten das Musiktheater auf einen seither nicht mehr erreichten Zenit. Am 24.10.2012 erschien bei Klett-Cotta dieses bemerkenswerte musikgeschichtliche Sachbuch von Eberhard Straub, das Sie ab sofort im Buchhandel erhalten. Gerade vor dem Hintergrund der Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag Richard Wagners, ist die Publikation von besonderem Reiz. Arbeit, Nation und Weltbürgertum: Diese Leitideen des 19. Jahrhunderts bestimmten auch das künstlerische Schaffen Wagners und Verdis. Die Schauplätze sind die Stadtgesellschaften Leipzig und Dresden, Mailand, Wien, Bologna, Bayreuth, Venedig und vor allem Paris, die Kunstmetropole, auf die Wagners und Verdis Ambitionen gerichtet sind!

Heft 61 der Leipziger Blätter erschienen

Seit dem 17.10.2012 ist die neueste Ausgabe der Leipziger Blätter im Buchhandel. Auch dieses Mal bietet die Publikation wieder ein buntes Mosaik stadtgeschichtlich und stadtkulturell anspruchsvoller Themen. Im Editorial äußert Kulturbügermeister Michael Faber vor dem Hintegrund einer möglichen Bewerbung Leipzigs als Kulturhauptstadt Europas Gedanken zur hiesigen Kulturszene. Die neuen "Blätter" widmen sich bedeutsamen Jubiläen wie 800 Jahre Thomana, 100 Jahre Café Corso, 50. Todestag von Hanns Eisler, 45 Jahre Tanztheater, 20 Jahre Kulturfabrik Werk 2 oder aber 20 Jahre Vokalensemble amarcord. Diese Artikel wurden von den äußerst sachkundigen Autoren Stefan Altner, Sachsa Lange, Bettina Weil, Sebastian Göschel, Niels Gormsen Peter Matzke und Claus Fischer verfasst. Schließlich beschäftgt sich Stefan Voerkel mit Leipzigs schwerem Umgang mit dem geplanten Freiheits- und Einheitsdenkmal. Insgesamt erwarten Sie 25 spannende Artikel, die, wie immer, eigens für die "Blätter" verfasste Erstveröffentlichungen sind. Lassen Sie sich überraschen.

Neue Publikation der Kulturstiftung Leipzig zu den Leipziger Höfen und Passagen erschienen!

Seit dem 5. Dezember 2011 ist die Publikation "Leipziger Passagen & Höfe. Architektur von europäischem Rang" im Buchhandel, im Sax-Verlag und im Shop der Kulturstiftung Leipzig erhältlich. Erstmals wird dem architektonischen Phänomen der Leipziger Passage und Höfe ein umfangreiche Publikation gewidmet. In einer ausführlichen Einleitung wird der Entstehung der Leipziger Passagen nachgegangen und wird diese in den Kontext der internationalen Entwicklung gestellt. Es folgt die Darstellug der heute vorhandenen 26 Durchgangshöfe und Passagen, überwiegend mit brillanten Farbabbildungen. Der zweite Teil des 160 Seiten umfassenden Bandes widmet sich der historischen Situation in der Leipziger Innenstadt vor dem Zweiten Weltkrieg. Mit 300 Abbildungen und Plänen ist die Publikation äüßerst großzügig illustriert. Der baugeschichtlich interessierte Leser wird so manch neuen Fakt entdecken. Das Buch wurde von der Kulturstiftung Leipzig im Sax-Verlag Markkleeberg mit Unterstützung des Dezernates für Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig (Projekt:"koopstadt") und privater Sponsoren herausgegeben und kostet 29.80 €.

Spendenaufruf für ein Richard-Wagner-Museum

Am 15./16. 10. 2011 führte die Kulturstiftung Leipzig ihren 1. Stiftertag durch, zu dem namhafte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur eingeladen waren. Der Stiftertag stand unter dem Motto "Ein Richard-Wagner-Museum für Leipzig" und erbrachte ein erstes Spendenaufkommen von 15.000,- €. Gemeinsam mit dem Richard-Wagner-Verband Leipzig wollen wir am 21.05.2013, dem Vorabend des 200. Geburtstages dieses großen Sohnes unserer Stadt, in der Alten Nikolaischule zu Leipzig einen Gedenkort einweihen, der sich erstmals umfassend der Rezeption des jungen Richard Wagner widmet. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie uns bei der Verwirklichung dieses schönen Zieles unterstützen würden. Den ganzen Wortlaut unseres Spendenaufrufes findes Sie unter "Spenden und helfen" (Klicken Sie bitte auf den Button "Spenden" an der rechten Bildkante). Ihr Professor Rolf-Dieter Arens, Konzertpinanist und Präsident der Kulturstiftung Leipzig.